Landeshauptfrau Mikl-Leitner besucht MABA Fertigteilindustrie GmbH

Betonfertigteile aus Niederösterreich für Österreichs Infrastruktur

In Begutachtung: Wie entstehen in Kürze die Gleistragplatten für dem Semmeringbasistunnel. Bild (v.l.n.r.): Dipl-Ing. Franz Dinhobl (Stadtrat Wiener Neustadt und Abgeordneter zum NÖ Landtag), Mag. Michael Wardian (Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe), Landeshauptfrau Mag.a. Johanna Mikl-Leitner sowie Markus Schmidt (Standortleiter MABA Wöllersdorf) © NLK/Pfeffer

Wöllersdorf, 17. April 2026 – Im Rahmen ihrer Initiative #madebyindustrie-Challenge besuchte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am 17. April die MABA Fertigteilindustrie GmbH in Wöllersdorf-Steinabrückl. Im Mittelpunkt standen die industrielle Fertigung von Betonfertigteilen sowie deren Bedeutung für zentrale Infrastrukturprojekte in Österreich.

Koralmbahn, Semmering-Basistunnel, Wiener U2xU5: Drei bedeutende Infrastrukturprojekte Österreichs stammen aus dem Hause MABA. Mehr als 20.000 Gleistragplatten und rund 42.000 Tübbinge für die Koralmbahn, dazu 19.000 Tübbinge für die Wiener U-Bahnerweiterung und über 10.637 Gleistragplatten für den Semmering-Basistunnel.

„Was hier entsteht, bleibt meist unsichtbar. Und genau darin liegt die Verantwortung: Unsere Fertigteile sind Teil von Bauwerken, die im Alltag funktionieren müssen, ohne dass man darüber nachdenkt.“ So Michael Wardian, Geschäftsführer Kirchdorfer Gruppe.

„Niederösterreich ist eine der stärksten Industrieregionen Österreichs. Betriebe wie MABA zeigen, warum: Hier werden die Bauteile produziert, die moderne Verkehrsinfrastruktur überhaupt erst möglich machen – von der Bahnstrecke bis zum Tunnel. Das ist regionale Wertschöpfung, die weit über die Landesgrenzen hinaus wirkt“, so Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und ergänzt: „MABA schafft industrielle Wertschöpfung, sichert Arbeitsplätze in den Regionen und stellt gleichzeitig Infrastruktur für das ganze Land bereit.“

Für Niederösterreich ist MABA vor allem eines: ein industrieller Arbeitgeber in einer Region, in der produzierende Betriebe zur wirtschaftlichen Grundversorgung zählen. Mit fünf Standorten und rund 600 Mitarbeitenden zählt das Unternehmen zu den größten Fertigteilherstellern in Österreich.

100 Jahre und kein bisschen leise

MABA wurde 1925 in Wöllersdorf-Steinabrückl gegründet und hat sich in den vergangenen 100 Jahren von einem regionalen Betrieb zu einem der größten Fertigteilhersteller Österreichs entwickelt. Das Unternehmen betreibt fünf Standorte in Österreich und beschäftigt rund 600 Mitarbeitende, davon einen wesentlichen Teil in Niederösterreich. Dank werkseigener Bahnanschlüsse können Fertigteile zunehmend per Schiene transportiert werden

„Ein wesentlicher Vorteil der Fertigteilproduktion liegt in der Verlagerung der Wertschöpfung ins Werk. Standardisierte Prozesse und durchgängige Qualitätskontrollen sichern reproduzierbare Ergebnisse und Planbarkeit im Bauablauf“, sagt Michael Wardian, Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe.

Gemeinsam mit ÖBB setzt MABA Pilotprojekte zur Nutzung von Recyclingmaterialien in Betonfertigteilen um. Dazu zählen Schallschutzwände mit rund 30 % Recyclinganteil sowie Oberleitungsmasten mit mindestens 30 % Recycling-Gesteinskörnung aus rückgebauten Betonmasten. Im Herbst 2026 wird die Produktion der Masten dahingehend vollständig umgestellt.

„Unser Ziel ist es, den CO₂-Fußabdruck unserer Fertigteile bis 2030 kontinuierlich zu senken und den Einsatz von Recycling-Gesteinskörnung sukzessive zu erhöhen“, so Wardian.

Parallel entwickelt MABA Anwendungen im Bereich Energieinfrastruktur, darunter Trafostationen für Energieversorger, PV-Carport-Systeme und PV-integrierte Lärmschutzsysteme, wodurch sich Bau- und Energiesysteme zunehmend verzahnen.

Projekte MABA-Lieferung Belegte Zahlen
Koralmbahn (OeBB) In Betrieb: 14.12.2025 Gleistragplatten, Tübbinge, Sohlelemente, Fahrleitungsmasten, Bahnsteigkanten > 20.000 Gleistragplatten

ca. 42.000 Tübbinge

5.000 Sohlelemente

2.880 Fahrleitungsmasten

> 7.000 lm Bahnsteigkanten

Semmering-Basistunnel (OeBB) Produktion 2026, Betrieb 2030

 

Gleistragplatten Feste Fahrbahn ARGE PORR + Rhomberg Sersa Transport per Bahn 10.637 Gleistragplatten

27 km Tunnel | Wien-Graz unter 2 Std.

Traisentalbahn (ÖBB) Elektrifizierung 2025 Recycling-Oberleitungsmasten Pressetermin mit OeBB-Vorständin Judith Engel + Wardian bis zu 1.200 Oberleitungsmasten

30 % Recycling | aus 50 J. alten MABA-Masten (Raum Wr. Neustadt)

U2xU5 Wien Tübbinge 19.000 Tübbinge

Jeder von uns gefertigte Tübbingring wird mit einer Präzision gefertigt, die auf den Zehntelmillimeter genau ist. Das ist vergleichbar mit der Dicke eines menschlichen Haares.

Wiental-Kanal Abwassertuebbinge 43.000 Tübbinge

Am Bild (v.l.n.r.): MABA-Standortleiter Max Schmidt, Dipl-Ing. Franz Dinhobl (Stadtrat Wiener Neustadt und Abgeordneter zum NÖ Landtag), Landeshauptfrau Mag.a. Johanna Mikl-Leitner, Michael Wollinger (Büro Landeshauptfrau), Mag. Michael Wardian (Geschäftsführer der Kirchdorfer Gruppe), (Fotograf: Pfeffer; Bildrechte: NLK)

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Gespräch mit MABA-Produktionsmeisterin Michaela Ofenböck, © NLK/Pfeffer

C Gleistragplatten für Semmeringbasistunnel © ÖBB / Zenz

C Tübbinge der MABA, auf den Zehntelmilimeter genau, © Kirchdorfer

© Wiener Linien

Pressekontakt: Mag. Sandra Ehrenhöfer, Pressereferentin, Sandra.ehrenhoefer@kirchdorfer.eu

Über die Kirchdorfer Gruppe

Die Kirchdorfer Gruppe ist einer der führenden europäischen Hersteller von Betonfertigteilen und Infrastrukturprodukten mit über 50 Unternehmen in 16 Ländern. Rund 1.600 Mitarbeitende sind in den Bereichen Zement, Rohstoffe, Betonfertigteile sowie Straßensicherheitssysteme tätig. Innovation, Forschung und nachhaltige Infrastrukturprojekte zählen zu den strategischen Schwerpunkten der Gruppe. Die Gruppe erzielt einen Jahresumsatz von rund 400 Millionen Euro.

Hier können Sie mit einem Klick Ihre Dokumentensammlung downloaden.